Kinder, die den Rahmen sprengen
29.07.2005Hyperaktivität, ein Spiegel unserer Zeit
Kinder außer Rand und Band - was ist bloß mit unseren Kindern los? Alarmierende Meldungen in den Medien schrecken seit Jahren die Gemüter auf. Schießereien an Schulen, Überfälle auf Ausländer, Vergewaltigungen an Kindern, Kinder die zunehmend der Drogensucht und Kriminalität verfallen. Sie verbreiten Unruhe und Zerstörung, sind unaufmerksam und nicht gewillt, sich jeglicher sozialer Ordnung zu fügen. Übereinstimmend wird von Eltern, Erziehern und Lehrern geschildert, dass Kinder heut allgemein lauter, aggressiver, unbeherrschter und disziplinloser sind als noch vor 15 Jahren. Sie haben die Fähigkeit verloren sich still und konzentriert allein zu beschäftigen.
Immer öfter ist von Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsstörung die Rede. Hyperaktivität (auch genannt: ADD Attention Deficit Discorder, ADS Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, ADHD Attention Deficit Hyperactivity Disorder, HKS Hyperkinetischen Syndrom) kann sich bei den betroffenen Kindern wie folgt äußern: zielloses und dranghaftes Verhalten, kurze und gestörte Aufmerksamkeit, erhöhte Ablenkbarkeit, plötzliche Wutanfälle, Zappeligkeit, Zerstörungsbedürfnis, den Anforderungen des Schulalltags nicht gewachsen sein, ununterbrochenes „Quatschmachen“, Vergesslichkeit, Zerstreutheit, innere Unruhe, ununterbrochenes Reden ,kaum ruhiges Sitzen möglich, tausend Ideen, spontanes und vorschnelles Handeln.
Diese Verhaltensweisen werden natürlich auch bei nicht hyperaktiven Kindern beobachtet, bei diesen treten sie aber gehäuft und in einer vielfachen Kombination auf. Die beschriebenen „Symptome“ sind in der Regel situationsunabhängig d.h. sie treten in der Schule, im Alltag, zu Hause, und beim Spielen gleichermaßen auf. Egal ob das Kind allein ist oder andere Erwachsene oder Kinder bei ihnen sind. Die Unabhängigkeit von Situationen ist ein wichtiger Hinweis bei der Abklärung, ob eine Hyperaktivität vorliegt. Es sollte ebenso klar sein, Hyperaktivität nicht als Ausbund negativer Eigenschaften oder gar als krankhaft zu bezeichnen. Denn in der Regel sind diese Kinder kreativ, phantasievoll, offen für Eindrücke, bereit neue Wege zu gehen. Frau Nancy Anne Tappe spricht von den Indigo Kindern. Indigo deshalb,weil das die Farbe ist, die sie sieht, wenn sie die Kinder betrachtet. Sie teilt diese Kinder in vier verschiedene Typen ein.
Den humanistischen – den ideenorientierten – den künstlerischen und den selten vorkommenden interdimensionalen Typ.
Der humanistische Typ ist außerordentlich gesellig und hyperaktiv, hat eine ausgeprägte Meinung und ist was den Körper betrifft ungeschickt. Die Ärzte, Lehrer, Anwälte und Geschäftsleute von morgen.
Beim ideenorientierte Typ ist seine Aufmerksamkeit auf Ideen ausgerichtet. Er ist oft sportlich und will den gegengeschlechtlichen Elternteil kontrollieren. Außerdem neigt er zu Suchterkrankungen. Die Architekten, Designer, Astronauten, Piloten, und Offiziere von morgen.
Der künstlerische Typ ist kreativ, meist kleinwüchsig . In Alter zwischen vier und zehn können sie womöglich fünfzehn unterschiedliche Künste ergreifen.Sie befassen sich fünf Minuten mit einer Sache und dann legen sie sie wieder hin. Die sogenannten Lehrer(innen) und Künstler(innen) von morgen.
Der interdimensionale Typ lässt sich bereits im Alter von ein zwei Jahren nichts mehr sagen.
Er kontert : Lass mich. Das weiß ich doch. Ich kann das allein. Sie können Grobiane sein,
weil sie sich nicht eingliedern lassen. Das sind diejenigen, die neue Philosophien und neue Religionen auf die Welt bringen.
Die Ursachen von Hyperaktivität sind immer noch nicht endgültig geklärt. Frau Anne Calatin („Das hyperaktive Kind“) sieht die Ursache für die zunehmende Verhaltensauffälligkeiten in Nahrungsmittelallergien. Vor 50 Jahren war man noch überzeugt von einer Hirnschädigung der betroffenen Personen, da es sich jedoch überwiegend um Kinder und Erwachsene mit normaler Intelligenz handelt, wurde dieses Thema fallengelassen. In den 80 Jahren machte die Phosphat-Allergie-Theorie auf sich aufmerksam. Dass die Nahrungsmittelzusatzstoffe schädlich für den Menschen sind, mag jemand bezweifeln, sie kann aber nicht als Alleinursache für das zappelige Verhalten der Kinder gesehen werden. Die Wissenschaftler gehen inzwischen von einer Gehirnfunktionsstörung aus, die Regulierung der Nervenimpulse im Vorderhirnbereich scheint gestört, welches mit Hilfe neuster medizinischer Technik nachgewiesen wurde. Bei Ursache und Behandlung herrscht jedoch keine Übereinstimmung zwischen Ärzten und Wissenschaftlern. Auf der Tagung des amerikanischen „National Institute of Mental Health“ 1998, wurde festgestellt das eine allgemeinverbindliche Diagnose durch Fehlfunktionen des Gehirns bei Ursache für ADS nicht möglich sei. Außerdem hätten sich bei der Anwendung von Ritalin keine positiven Langzeitwirkungen eingestellt. Ritalin (Methylphenidathydrochlorid), ein stimulierend wirkendes Psychopharmakon, wird seit Jahrzehnten Millionen amerikanischen Kindern und Jugendlichen, als die gehirnfehlfunktionsausgleichende Arznei verabreicht. Auch ist in Deutschland die Zahl der Ritalin Verschreibungen für Kinder und Jugendlichen innerhalb von 8 Jahren um das Zwanzigfache gestiegen. Noradrenalinhaltige Nervenbahnen ziehen vorwiegend vom Locus caerulens im Hirnstamm zu allen wichtigen Hirngebieten und ins Rückenmark. Sie kontrollieren mit unzähligen Verzweigungen das Denken, Fühlen und Wollen sowie die Muskelspannung. Ritalin erhöht den Noradrenalingehalt in den Hirnsynapsen und steigert dadurch die Wachheit, die Aufmerksamkeit und die Ausdauer. Bei Dauertherapie werden jedoch die Rezeptoren desensibilisiert, die Dosierungen müssen gesteigert werden und es entsteht ein Abhängigkeitspotential. Nach Absetzen von Ritalin werden Entzugssymptome ausgelöst.
Bekannte Nebenwirkungen von Ritalin sind folgende:
Wachstumsstörungen, Kopf und Magenschmerzen, Appetit und Schlaflosigkeit, Übererregbarkeit wie auch depressive Verstimmung bei ungünstiger Dosierung. Abhängigkeit und Suchtverhalten nehmen zu. Im schlimmsten Fall kann es zu Wahnvorstellungen kommen. Schockierende Erlebnisse werden uns tagtäglich in Zeitungen und Medien von ausrastenden Kindern und Jugendlichen geschildert.
Als weitere Ursachen für ADS stehen nach bisherigen Erkenntnissen zusammengefasst folgende Faktoren in Verdacht :
- Zu häufige Sonographien während der Schwangerschaft.
- Wehenhemmende b.z.w. wehenfördernde Mittel währen der Schwangerschaft.
- zu viele Impfungen auf einmal b.z.w. zu häufige Impfungen (vor allem die Lebendvirusimpfungen)
- Väterliches und/oder mütterliches Erbe ?
- Falsche Ernährung (wie schon erwähnt)
- Zu viele und zu häufige Verabreichung von Antibiotika
- Reizüberflutung durch Medien , Computer etc.
- Falsche Erwartungshaltung der Eltern ihren Kindern gegenüber.
- Ungelöste seelische Konflikte im Familiensystem.
- Elektrosmog durch zigtausende Mobilfunk-Antennen und ähnliches mehr
- Vergiftung durch Schwermetalle und Lösungsmittel
- Nichtbeachten der Weiblichkeit als Stärke
Elektrosmog, Wasseradern- und Amalgambelastung konstrollieren. Das Zimmer des Betroffenen nach Feng Shui Kriterien gestalten. Das passende homöopatische oder biochemische Arzneimittel oder Bachblüte finden. Hier nur einige Beispiele. Wenn sie ihrem Kind zu mehr Ruhe verhelfen wollen kann die Basismischung der Bachblüten Holly, Impatient und Cherry Plum wahre Wunder bewirken. Bei Wutanfällen, wenn es Gegenstände leicht fallen lässt oder umstößt ist Agaricus muscarius D12 angesagt. Bei motorischer Unruhe, Reizbarkeit und blasser Gesichtsfarbe kann Calcium Phosphorikum D6 von Dr. Schüßler Erleichterung verschaffen. Bei Null-Bock-Stimmung hat sich PSY-Stabil spag von der Firma Pekana bewährt. Liegt eine Milzschwäche vor (z.B. kalte Hände und Füsse) kommt Ailgeno spag zum Zug. Ebenso sollte man bei Störung im Hormonhaushalt an DALEKTRO N denken und bei Stärkung der Nervenkraft NEU –regen spag nicht vergessen. Gleichfalls gute Erfahrung haben ich mit der Magic–Word-Methode zur Behandlung vom ADS gemacht. Die Magic-Words ist eine aus dem NLP (Neurolinguistische Programmierung) abgeleitete Methode. Sie gehen davon aus, dass jeder Mensch mit einem Wort bestimmte Erlebnisse und Gefühle verbindet. Alle Erfahrungen , die er jemals mit dem Wort hat, sind als Information in seinem Gehirn gespeichert. So kann dasselbe Wort bei dem einem Menschen positive Gefühle und Erinnerungen auslösen,während es bei einem anderen Menschen negative Gefühle erzeugt. Mit Magic-Words lernt man Wörter mit gezielt eingesetzter Zauberkraft zu infizieren. Die Methode wirkt über gezielte Gehirnbenutzung und die direkte Ansprache unseres Nervensystems . Somit können wir Wörter in unserem Gehirn speichern, dass sie unsere positiven Kräfte aktivieren, anstatt unsere Schwächen und Ängste auszulösen. Mit Hilfe des O-Ring-Test (Daumen und Zeigefinger bilden einen Ring) lässt sich die positive oder negative Wirkung äußere und innere Eindrücke (Wörter, Gedanken, Gegenstände) unmittelbar testen, bei positivem Einfluß erreichen die Muskeln volle Kraft, bei negativem Einfluß reagieren sie mit Schwäche. Das Problem wird definiert und eine Stresswortliste angefertigt. Anschließend mit dem O-Ring-Test abgefragt und bei Schwäche, wird das jeweilige Wort sinnlich, kreativ umgestaltet, bis der Muskel stark anzeigt. Anschließend sollte sich das Kind oder der Jugendlich,14 Tage, mehrmals täglich, mit Hilfe von Impulsen (Ankern) z.B. Aufkelber, Bild u.s.w. an das Magic Word erinnern.
Ernährungs- und Farbberatung können als Ergänzung sehr wichtig sein. Die Zuführung von Nahrungsergänzungsmitteln z.B. AFA-Algen oder andere Süßwasseralgen können den ganzen Prozess positiv unterstützen. Die Spieltherapie kann für Kinder mit aggressiv-zerstörerischen Persönlichkeitsanteilen wichtig sein. Die Verhaltenstherapie kann Entspannungstechniken vermitteln und die Steuerungsfähigkeit verbessern helfen. Die ergotherapeutische Begleitung dient der sensomotorischen Integration, einer geschicktern Koordination von Bewegung, Fein – und Grobmotorik, einer Stärkung des Körperbewusstseins mitsamt Haut – und Gleichgewichtssinn, sowie einer verbesserten Eigenwahrnehmung. Eine systemische, aber auch psychoanalytisch orientierte Familienberatung kann klare Regeln und Rituale im Erziehungsalltag erreichen, sowie dazu beitragen, Konflikte zu lösen. Eine Lösung im wörtlichen Sinn: eine Aus-Zeit einlegen, um eine Situation nicht weiter eskalieren zu lassen. Dann wenn sich die Situation beruhigt hat, miteinander über den Konflikt ins Gespräch kommen.
ADS ist keine Willensschwäche, Zeichen für mangelnde Intelligenz oder Ausdruck von Provokation im eigentlichen Sinn. Auch diese Kinder sind wie jeder Mensch etwas besonders und müssen lernen, dass sie nicht der Norm entsprechen. Sie sind ein Spiegel unserer Zeit.
Sie fordern uns heraus mit mehr Klarheit, Kreativität, Liebe und Struktur das eigene Leben zu führen.
Weitere Information im Spektrum der Firma Pekana (www.pekana.com)
